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HT-HL Hydraulische Druckwechselanlage – Niederdruck
Zwei unabhängige hydraulische Kreise bis 14 MPa, gleichzeitig mit eigenem Druck und eigener Frequenz. Für Spannungsabbau und Stabilisierung von Manometern, Sensoren und Rohrfedern.
Der HT-HL ist eine hydraulische Druckwechselanlage mit zwei Kreisen für 10 bis 140 bar. Beide Kreise fahren gleichzeitig mit eigenem Druck und eigener Frequenz – der Regelfall, wenn eine Manometerlinie und eine Sensorlinie parallel in die stabile Lage gebracht werden sollen.
Technische Daten
| Druckbereich | 1 – 14 MPa (10 – 140 bar), erweiterbar auf 200 – 400 MPa |
|---|---|
| Prüfmedium | Wasser oder Hydrauliköl ISO VG 46 |
| Frequenz | 0,1 – 1 Hz |
| Kurvenform | Dreieck, Sinus |
| Kreise | zwei unabhängige Kreise – je eigener Druck und eigene Frequenz |
| Antrieb | Druckluft aus dem Netz treibt einen Druckübersetzer |
| Steuerung | Druckverlauf, Frequenz und Zyklenzahl pro Kreis programmierbar |
| Messdaten | p-t-Kurve als Anzeige und Aufzeichnung, Export der Prüfdaten |
| Abmessungen | 2000 × 800 × 1500 mm |
Was das Gerät leistet
- Beaufschlagt das Bauteil wiederholt mit Druck und baut dabei Eigenspannungen ab, die beim Umformen, Schweißen und Montieren entstehen.
- Fährt zwei Rezepte gleichzeitig, jeder Kreis mit eigenem Druck und eigener Frequenz.
- Arbeitet mit Wasser, wo Öl das Bauteil oder den Reinraum belasten würde.
- Zeichnet beide Kreise über die Zeit auf; damit ist die Konditionierhistorie jeder Charge dokumentiert.
Typische Anwendungen
- Spannungsabbau an Rohrfedern und Kapseln vor der Endkalibrierung.
- Stabilisieren von Manometern und Transmittern, damit Nullpunkt und Spanne nach dem Versand nicht mehr wandern.
- Vorkonditionierung von Sensoren vor der Spezifikationsmessung – damit der gemessene Fehler vom Sensor stammt und nicht von der Montage.
Warum Spannungsabbau zählt
Eine Rohrfeder oder eine eingeschweißte Membran trägt aus Umformung und Fügen eine Restspannung. Bleibt sie unbehandelt, baut sie sich in den ersten Betriebsmonaten langsam ab, und die Anzeige wandert. Einige hundert Lastwechsel auf und über dem Arbeitsdruck nehmen den größten Teil davon heraus, bevor das Gerät das Werk verlässt – der Unterschied zwischen einem Manometer, das seinen Nullpunkt hält, und einem, das als Reklamation zurückkommt.





Worauf es bei der Auslegung ankommt
Anzahl der Bauteile, Totvolumen und Frequenz je Kreis. Bei zwei Kreisen addieren sich die Lasten auf dem Druckübersetzer; für den Antrieb entscheidend ist das pro Zyklus verdrängte Gesamtvolumen.
Standard und Sonderausführung
Druckübersetzer, Speicher und Ventilblock bilden die Standardplattform. Kreise, Prüfaufnahmen und Adapter werden je Auftrag konfiguriert.
