
Kalibriergeräte
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Kalibriergeräte für die Kalibrierung von Druckmessgeräten
Kalibriergeräte erzeugen einen genauen, rückführbaren Referenzdruck, gegen den sich Drucksensoren, Drucktransmitter und Manometer prüfen lassen. In einem Qualitätsmanagementsystem muss dabei nicht nur der Prüfling, sondern auch die Referenz selbst rückführbar sein – deshalb entscheidet die Wahl des Kalibriergeräts genauso über die Messunsicherheit wie das Gerät unter Prüfung.
Zwei Wege decken die meisten Anforderungen ab. Ein Kolbenmanometer (Totgewichtprüfer) definiert den Druck physikalisch: Eine bekannte Masse wirkt auf einen Kolben mit bekanntem Wirkquerschnitt und erzeugt so ein Primärnormal, das ohne Referenzsensor auskommt. Eine Handdruckpumpe erzeugt Über- oder Unterdruck von Hand und wird an einem separaten Referenzmanometer oder Kalibrator abgelesen – die praxisgerechte Lösung für den Einsatz vor Ort und die Prüfung an der Einbaustelle.
| Gerätefamilie | Funktion | Typischer Einsatz | Bauformen |
|---|---|---|---|
| Totgewichtprüfer (Kolbenmanometer) | Definiert den Druck aus Kolbenquerschnitt und kalibrierten Massen; Primärnormal, kein Referenzsensor erforderlich | Laborreferenz, Kalibrierscheine, Luftfahrt und Automotive | hydraulisch und pneumatisch, manuelle Gewichtsauflage oder automatische Belastung |
| Handdruckpumpen | Erzeugt Über- oder Unterdruck von Hand, abgelesen an einem Referenzmanometer oder Kalibrator | Kalibrierung vor Ort, Inbetriebnahme, Instandhaltung | hydraulisch bis 700 bar, pneumatisch inklusive Vakuumbereich |